EIN GESAMTKUNSTWERK DER MODERNE

Sammlung Domnick

Wunderwerk der frühen Kinotechnik

Der Filmprojektor

Die Filmemacher Ottomar und Greta Domnick besaßen ein modernes Heimkino, um die selbst gedrehten Filme zu sehen und Gästen vorzuführen. Der Filmprojektor der Marke Philips steht noch heute im Projektionsraum der Sammlung und ist nach wie vor einsatzbereit.

Sammlung Domnick, Filmprojektor von Philips/Sunlite FP5 und Lautsprecheranlage von Klangbild; Foto: Staatsanzeiger für Baden-Württemberg, Anja Stangl

Projektor und Lautsprecheranlage: noch funktionstüchtig.

Ein Stück Filmgeschichte

Der Filmprojektor, ein FP5 von Philips, ist aus zwei Teilen zusammengebaut: Motorwerk und Standfuß kommen aus den Niederlanden. Das Lampenhaus ist ein Fabrikat der Firma Sunlite aus New York. Ursprünglich wurde das Licht für die Vorführung durch eine Kohlebogenlampe erzeugt. Weil die Brandgefahr für die leicht entflammbaren Zelluloid-Filme dabei sehr hoch war, wurde sie später durch eine Halogenlampe ersetzt. Der Betrieb mit einem Kohlebogen deutet aber darauf hin, dass der Projektor bereits aus der Zeit vor den 1950ern stammt.

Vergleichbare Filmprojektoren findet man heute vor allem in Museen für Kinogeschichte.

Komplexe Technik

Um den Filmprojektor bedienen zu können, mussten Filmvorführer einen intensiven Lehrgang, der ein halbes Jahr dauerte, absolvieren. Erst nachdem sie eine Prüfung abgelegt hatten, durften sie in den Kinos arbeiten. Noch heute fasziniert die Technik: Der Film läuft über Samtbänder durch den Filmkanal und über Wickelrollen. Der Filmrissschalter muss umgelegt, die Feuerklappe geöffnet werden. Mit den großen Schalthebeln wird der Projektor in Gang gesetzt.

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