EIN GESAMTKUNSTWERK DER MODERNE

Sammlung Domnick

Außergewöhnliches Geburtstagsgeschenk

Ölstudie von

Max Ackermann

Ein außergewöhnliches Zeichen der engen Verbindung, die Ottomar Domnick mit den von ihm gesammelten Künstlern einging, hängt heute in der Sammlung Domnick: Die Ölstudie von Max Ackermann, ein Geburtstagsgeschenk des Künstlers an seinen Förderer und Sammler.

Sammlung Domnick, Werk von Max Ackermann DOM G 1; Foto: Stiftung Domnick

Eines der frühesten abstrakten Werke der Sammlung.

Abstraktes Werk

Die kleine Studie in Öl auf Karton schenkte Max Ackermann Ottomar Domnick 1950 zum Geburtstag. Entstanden ist das Werk 1919. Bei genauem Hinsehen lässt sich die aus grauschwarzen Linien bestehende Unterzeichnung erkennen. Die Studie basiert auf zwei Kreuzen: Eines entsteht durch die diagonale Teilung des gesamten Werks, das zweite im oberen Bereich. Farblich setzt der Künstler den Schwerpunkt auf die Komplementärfarben Grün und Orange. Ackermann wendet in diesem Werk die Farben- und Harmonielehre seines Lehrers Adolf Hölzel an, einem Vorreiter der abstrakten Malerei. Sie besagt, dass Linie, Form und Farbe, als die drei wichtigsten bildnerischen Mittel, harmonisch komponiert werden müssen.

Sammlung Domnick, Detail aus dem Museumsraum mit Werk „Stele 14.XII.1966“ von Max Ackermann; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Günther Bayerl

Weitere Werke Ackermanns hängen in der Sammlung.

Die Beziehung Ackermann und Domnick

Max Ackermann (1887-1975) und Ottomar Domnick hatten sich unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg kennengelernt. 1946 erwarb Domnick erstmals Arbeiten des Künstlers. Diese, eine kleine Ölkreidezeichnung und ein Pastell, zählen zu den am frühesten erworbenen Stücken in der Sammlung Domnick. Der Sammler schätzte Ackermann vor allem für seine kleinen Formate. Zwischenzeitlich besaß Domnick 17 Werke Ackermanns. Heute befinden sich noch vier Gemälde und fünf Arbeiten auf Papier in der Sammlung Domnick.

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