EIN GESAMTKUNSTWERK DER MODERNE

Sammlung Domnick

Architektur der Nachkriegszeit

Das Gebäude

In Auftrag gegeben von Ottomar Domnick und errichtet von dem Stuttgarter Architekten Paul Stohrer, ragt der graue Betonbau aus der grünen Natur hervor: schlicht, einfach und sich seinem Zweck unterordnend. Die moderne Architektur Baden-Württembergs wird in diesem Gebäude besonders deutlich sichtbar.

Die Sammlung Domnick von Nordwesten; Foto: Stiftung Domnick, Rose Hajdu

Die Konstruktion des Baus ist sichtbar.

Betonbau im Grünen

Der Bauplatz in einem Naturschutzgebiet forderte eine der Umgebung angepasste Architektur. Das Grundstück ist von einer Buchenhecke umgeben, die den eingeschossigen Betonbau ganz hinter sich verschwinden lässt. Die Unterzüge durchstoßen die gleichhohe Attika, dadurch wird die Konstruktion deutlich. Nur sparsam sind die Mauern für den Eingang, schmale Fenster und Pergolen durchbrochen. Auf der Südseite öffnet sich der graue Sichtbeton stärker zum Skulpturengarten und zur Landschaft.

Innenräume der Villa Domnick; Foto: Stiftung Domnick, Rose Hajdu

Spannungsvolle Durchblicke und Ebenen.

Der Museumsbereich

Im Inneren sind die Räume ganz auf die Präsentation der Kunstsammlung abgestimmt. Die weißgraue Farbigkeit von Böden, Decken und Wänden nimmt sich gegenüber den Bildern zurück. Durch Innenhöfe und einige gezielt platzierte Fenster wird das Licht im Gebäude gelenkt. Die Kunstwerke sind zusätzlich mit an der Decke angebrachten Spots beleuchtet. Die Inneneinrichtung ist ebenfalls in helldunkel gehalten. Die abstrakt anmutende Folge von Räumen auf unterschiedlichen Ebenen harmoniert mit der ausgestellten Kunst.

Der Übergang vom öffentlich zugänglichen Museumsbereich zu den Privaträumen ist fließend.

Die Privaträume der Domnicks

Der private Wohnbereich liegt im Ostflügel. Während Wohn- und Arbeitszimmer vom Museum aus einsehbar sind, entziehen sich Esszimmer, Küche, Bad- und Schlafräume den Blicken der Besucher. Die Bar als halb öffentlicher Raum liegt dazwischen. Die Innenarchitektur ist, wie im Museumsbereich, funktionell angelegt und auf Naturmaterial beschränkt: dunkle kanadische Ulme, Fell und Leder. Die Räume sind nicht groß, denn das Hauptaugenmerk liegt auf den Räumlichkeiten für die Sammlung.

Das Gebäude und seine Umgebung gehen eine einzigartige Symbiose ein.

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