EIN GESAMTKUNSTWERK DER MODERNE

Sammlung Domnick

Beeindruckendes Gebäude mit bedeutendem Inhalt

Meilensteine

Mit der Sammlung Domnick haben Ottomar und Greta Domnick ein Raumkunstwerk der Nachkriegszeit auf der Oberensinger Höhe in Nürtingen geschaffen. Das Gebäude, die Sammlung abstrakter Malerei und der Skulpturengarten bilden einen kulturellen Höhepunkt am Fuß der Schwäbischen Alb.

Sammlung Domnick, Blick in die Sammlung; Foto: Stiftung Domnick, Volker Naumann

Herausragende Kunstwerke der abstrakten Malerei.

Hunger nach Kunst

Als einen "Hunger nach Kunst" bezeichnete Ottomar Domnick den Antrieb zum Sammeln abstrakter Malerei. Mit Leidenschaft sammelten er und seine Frau Gemälde von Künstlern wie Baumeister, Hartung, Winter und vielen weiteren, deren Kunst während der Diktatur der Nationalsozialisten geächtet und als "entartet" aus der Öffentlichkeit verbannt worden war. Die Domnicks zählen zu den engagiertesten Sammlern und Vermittlern moderner Kunst in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg.

Im Garten sammelten Domnicks Metallplastiken.

Ensemble aus Kunst, Architektur und Landschaft

Die Sammlung abstrakter Malerei der Domnicks dokumentiert in beispielhafter Geschlossenheit eine der wichtigsten Kunstströmungen des 20. Jahrhunderts. Ab 1967 ließen sie sich dafür von dem Stuttgarter Architekten Paul Stohrer ein Haus errichten, das Kunst und Wohnen miteinander verbindet. Im weitläufigen Garten fanden große Metallplastiken Platz, mit denen die Domnicks ab 1977 ihre Sammlung ergänzten.

Sitzecke in der Sammlung Domnick, Foto: Stiftung Domnick, Rose Hajdu

Die Sammlung Domnick ist für die Öffentlichkeit zugänglich.

Stiftung des Landes

Das Anwesen mit seiner hochkarätigen Kollektion abstrakter Kunst steht seit 1982 unter Ensembleschutz. Der Erbvertrag der Domnicks führte zur Gründung der landeseigenen Stiftung Domnick. In deren Statut äußerten Ottomar und Greta Domnick den Wunsch, das Haus und die Sammlung als "Zeitdokument" zu erhalten und Besuchern zu öffnen. In den Jahren 2005 und 2006 wurde das Haus grundlegend saniert. Seit 2017 wird die Sammlung von den Staatlichen Schlössern und Gärten Baden-Württemberg betreut.