EIN GESAMTKUNSTWERK DER MODERNE

Sammlung Domnick

Künstler der Moderne

Willi Baumeister

Friedrich Wilhelm, genannt Willi, Baumeister (1889–1955) gilt weltweit als einer der bedeutendsten Künstler der Moderne. Sein Werk setzt einen wichtigen Akzent in der Sammlung Domnick.

Porträtzeichnung „Willi Baumeister“ von Emil Stumpp, 1927; Foto: Wikipedia, gemeinfrei

Baumeister war Maler, Bühnenbildner und Akademieprofessor.

Welchen beruflichen Weg ging Baumeister?

Nach einer Ausbildung zum Dekorationsmaler studierte er an der Kunstakademie in Stuttgart. Er war Mitglied in verschiedenen Künstlergruppen und hatte ab 1928 eine Professur an der Städelschule in Frankfurt inne. Die Nationalsozialisten stuften seine Kunst als "entartet" ein. Dennoch war Baumeister einer von wenigen abstrakten Künstlern, die auch zwischen 1933 und 1945 weiterarbeiteten. Nach dem Krieg nahm er eine Professur an der Stuttgarter Kunstakademie an und war in vielen Ausstellungen präsent.

Im Ausstellungsraum der Sammlung hängen mehrere Werke von Baumeister und dazwischen Holzmasken.

Was verband Baumeister und Domnick?

Der Maler und der Sammler wohnten ab 1946 in Stuttgart in unmittelbarer Nachbarschaft zueinander. Beide setzten sich für die Anerkennung und Verbreitung abstrakter Kunst ein und standen darüber in engem Austausch. Fast zeitgleich erschienen ihre Abhandlungen zu zeitgenössischer Malerei: Im November 1947 "Das Unbekannte in der Kunst" von Baumeister und im Dezember "Die schöpferischen Kräfte in der abstrakten Malerei" von Domnick. Wie Domnick sammelte auch Baumeister afrikanische Skulpturen und Holzmasken.

Mit „Faust schwebend“, heute eines der wertvollsten Bilder der Sammlung, bedankte sich Ackermann bei Domnick für den Dokumentarfilm über seine Kunst.

Wie sah die Beziehung zwischen Baumeister und Domnick aus?

Willi Baumeister gab 1952 den entscheidenden Anstoß, die Sammlung der Staatsgalerie Stuttgart als Stiftung zu vermachen. Seine Werke zählen zu den zahlreichsten und wertvollsten in der Sammlung. Mit einem Dokumentarfilm erschloss Domnick Baumeisters Kunst einem breiten Publikum. Domnick schrieb über den Tod seines Freundes: "Am 31. August 1955 führte mich ein letzter Weg in sein Atelier, wo ich ihn, vor der Staffelei sitzend, antraf. Der Pinsel war ihm aus der erkalteten Hand gefallen. Er starb den Sekundenherztod, malend bis in die letzte Phase, kreativ, so wie er lebte."

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