Bypass Repeated Content

EIN GESAMTKUNSTWERK DER MODERNE

Sammlung Domnick

Einblick in ein Forschungsprojekt

„Künstler-Netzwerke im Stuttgart der NS-Zeit“

Symbol für Lesungen und Vorträge; Illustration: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, JUNG:Kommunikation GmbH
Sammlung Domnick
Lesung & Vortrag
Referent: Dr. Dietrich Heißenbüttel und Dr. Maria Christina Zopff
Termin: Sonntag, 03.05.2020, 11:00

Was verbindet den Damenfriseur Hugo Benner, die Schaufensterdekorateurin Lilo Naegele, den Innenarchitekten Bodo Rasch, den Malermeister Gustav Kämmerer und den Lackfarbenfabrikanten Kurt Herberts mit dem Künstler Willi Baumeister? Alle zusammen bildeten in der schwierigen Periode der NS-Gewaltherrschaft ein Netzwerk Gleichgesinnter, die versuchten, der nationalsozialistischen Kulturpolitik Widerstand entgegenzusetzen. Ohne dieses Netzwerk, ohne ihre Aktivitäten ist der rasche Neubeginn in der Kunst nach 1945 nicht denkbar.
Vieles in der Kulturlandschaft Stuttgarts von 1933 bis 1945 ist bisher unerforscht. Insbesondere dort, wo es nicht um die Aufarbeitung institutioneller Geschichte geht, sondern um das Ausloten individueller Spielräume der künstlerischen Akteure. Der Vortrag gibt Einblick in das Forschungsprojekt „Netzwerke des Widerstands“, das auf Initiative der Kunsthistoriker Dr. Dietrich Heißenbüttel und Dr. Maria Christina Zopff entstanden ist. Dabei reicht der Erzählbogen vom Hölzel-Kreis der 1910er-Jahre bis zum Bubenbad-Zirkel der 1950er, dem auch Ottomar Domnick angehörte.
Dr. Dietrich Heißenbüttel und Dr. Maria Christina Zopff geben am 3. Mai in der Sammlung Domnick einen Einblick in das Forschungsprojekt.

Zu den Referenten:
Dietrich Heißenbüttel ist in der Region als Journalist sowie Kritiker bekannt. Mit seinen Beiträgen über Nachlässe relevanter Künstler Stuttgarts und Umgebung hat er deren Wirken wieder in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt und im Sommersemester 2019 an der Stuttgarter Kunstakademie ein Seminar zum Thema veranstaltet.

Maria Christina Zopff leitet einen solchen Nachlass, das Archiv Lilo Rasch-Naegele. Außerdem hat sie u.a. für das Stadtarchiv Stuttgart mit der Jubiläumsausstellung zum Höhenpark Killesberg 2014 ein kulturgeschichtliches Kapitel Stuttgarts aufgearbeitet, dessen Anfänge in die NS-Zeit zurückreichen.

Service

Adresse

Sammlung Domnick
Oberensinger Höhe 4
72622 Nürtingen

Information und Anmeldung

Besucherinfo Sammlung Domnick
Telefon +49(0)70 22. 5 14 14
stiftung@domnick.de

Preis

pro Person 10,00 €

Hinweis

Eine Anmeldung ist erforderlich, auch kurzfristig.